14.12.2020 Druck, Risographie

Die Risographie – warum sie perfekt zum Jahr 2020 passt

Die Weihnachtspost ist immer ein ganz heißes Thema in unserem Büro. Bei der Konzeption braucht es meistens mehrere Anläufe, bis wir uns auf ein Thema verständigen können. Umso spannender, dass gerade in diesem verrücktem Jahr sofort feststand: Es soll ein Motiv werden, dass kein Oben und kein Unten hat. Ein Motiv, dem jede:r selbst eine Richtung geben kann. Und welche Drucktechnik passt hier besser als die Risographie?

Die Weihnachtspost ist immer ein ganz heißes Thema in unserem Büro. Bei der Konzeption braucht es meistens mehrere Anläufe, bis wir uns auf ein Thema verständigen können. Umso spannender, dass gerade in diesem verrücktem Jahr sofort feststand: Es soll ein Motiv werden, dass kein Oben und kein Unten hat. Ein Motiv, dem jede:r selbst eine Richtung geben kann. Und welche Drucktechnik passt hier besser als die Risographie?

Die Risographie ist eine sehr umweltfreundliche und energiesparende Drucktechnik. Die Tinte basiert auf Sojaöl und die Masterfolien, die als Schablone dienen, sind aus Hanffasern. Wie beim Siebdruck gibt es für jede Farbe einen Druckdurchgang. Der Risograph selbst sieht von außen eher wie ein Kopierer aus, nicht ganz so romantisch wie ein Heidelberger Tiegel. Bevor der Druck losgeht erstellt der Risograph eine Masterfolie für jede Druckfarbe. Bei unserer Karte sind es zwei. Dunkelgrün und Hellgrün. Wenn beide Farben zusammen gedruckt werden, entsteht eine weitere Farbe, die Mischdruckfarbe. Und da die Maschine nicht ganz so präzise beim Papiereinzug und bei der Justierung der Schablonen arbeitet, entstehen kleine Verrückungen. Versatz nennt man das. Noch mehr spannende Details zur Risographie gibt es hier.

Ich finde, das Wort Verrückungen beschreibt perfekt, was wir seit März 2020 erleben.
Auch bei unserem Motiv ist alles ein wenig verrückt. So entsteht eine ganz besondere Ästhetik und aus jedem Druck ein Unikat.

Verrückt – wie das Jahr 2020

Unser 2020 ist sehr verrückt. Dinge sind nicht mehr so einfach, wie sonst. Vor allem der Alltag. Alles ist irgendwie umständlich. Wie das Kochen in einer fremden Küche, wo man jeden Löffel suchen muss. Wir haben viel in den Monitor geschaut, um uns auszutauschen. Dadurch waren wir in Kontakt mit vielen Menschen – eben mit denen, die auch dazu bereit waren in den Monitor zu schauen. Fast ein halbes Schuljahr hat unser Sohn den gelben Besprechungstisch für sich gekapert, war ja auch ok, denn persönliche Besprechungen sind leider ein wunderschönes Relikt aus 2019.

Und wie geht es weiter?

Noch wissen wir nicht, wohin wir steuern. Denn auch 2021 braucht besondere Vorkehrungen mitten in einer Pandemie. Deshalb brauchen wir jetzt Mut und Veränderungesfreude. Und wann immer es einen Impuls braucht, nehmen wir unsere Hände und drehen das Bild weiter. Dann steht es gut – für eine Weile. Dazu findet es Halt im kleinen Holzständer. Den haben wir fertigen lassen in einer hessischen Schreinerei. Echtes Upcycling-Holz, denn früher waren diese Holzständer eine Holzschablone für einen Tisch. Das passt doch gut dazu, oder?

Wir wünschen allen viel Freude mit dieser Karte.
Fotos: Lena Weissweiler

Lena Weissweiler
Chief Inspiration Officer

… möchte den nächsten Generationen nicht ein völliges Chaos hinterlassen, und räumt ihren Schreibtisch trotzdem nicht auf.

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